#66 Tim Lampe (WILDPLASTIC) – Polybags neu denken: Vom Plastikmüll zur Handelslösung
Shownotes
Polybags sind im Sport- und Outdoorhandel Alltag. Aber sind sie automatisch ein Problem?
Nicht unbedingt, sagt Tim Lampe, CEO von WILDPLASTIC. In Folge #66 von »Future. Retail. Talk.« spricht Host Ralf Kerkeling mit Tim darüber, warum Kunststoff differenzierter betrachtet werden muss und warum recycelte Polybags für Händler ein pragmatischer Einstieg in mehr Kreislaufwirtschaft sein können.
WILDPLASTIC ist Kooperationspartner der SPORT 2000 GmbH und arbeitet mit Partnern in Ländern, in denen Kunststoffabfall häufig unkontrolliert in die Umwelt gelangt. Aus diesem Material entstehen unter anderem Versandtaschen und Polybeutel – mit Blick auf Lieferkette, Nachweise, soziale Standards und regulatorische Anforderungen.
Für SPORT 2000 Partner besonders relevant: Die Polybags sollen möglichst einfach in bestehende Prozesse integrierbar sein. Händler erhalten Zugang über den gewohnten Weg der Zentralregulierung und können zudem von Nachweisen zur Lieferkette profitieren und individuelle Lösungen – etwa mit eigenem Logo – nutzen.
Ein zentrales Thema der Folge: Regulatorik. PPWR, digitaler Produktpass, Nachweispflichten und Nachhaltigkeitskommunikation verändern die Anforderungen an Verpackungen und an den Handel. Tim Lampe sagt dazu:
„Jetzt anfangen, sich damit eingehend zu beschäftigen. Es ist allerhöchste Eisenbahn, denn jetzt kommt die Regulatorik hinzu. Loslegen lohnt sich.“
Außerdem geht es um die Frage, wann Polybags sinnvoll sind, wann Verzicht möglich ist, warum Versandtaschen gegenüber Kartons auch ökologische Vorteile haben können und weshalb Recycling nicht an der 100-Prozent-Erwartung scheitern sollte.
Eine Folge über Plastik, Kunststoff, Pragmatismus, globale Lieferketten und darüber, wie Händler heute schon konkrete Schritte in Richtung PPWR gehen können.
© SPORT2000 GmbH
Weitere Infos zu WILDPLASTIC: https://wildplastic.com/
Transkript anzeigen
00:00:00: Welcher Müllbeutel ist der beste für den Biomüll?
00:00:01: Da ist auch die Antwort keiner.
00:00:03: Und dann müssen wir uns die Frage stellen, wann ist was womachbar und wer hat auch welche Leidensfähigkeit übertragen?
00:00:08: ist das für mich beim Polyberg genau dasselbe?
00:00:11: ich glaube das ist nicht die pauschal Antwort.
00:00:13: und ja wenn es die Möglichkeit gibt für Produkte dann bitte darauf verzichten weil auch der Polyberg fällt wieder an der muss wieder ins Wertstoffsystem irgendwie rein.
00:00:25: Und auch da gibt es noch viel zu tun, das ist ja auch weit weg von perfekt heute.
00:00:28: Und trotzdem gibts aber in der Abwägung dann wieder Fälle also das klassische weiße T-Shirt beispielsweise.
00:00:53: liefern echte Insider-Einblicke und
00:00:55: sprechen über das, was den Sportverhandel von
00:00:58: heute und morgen
00:01:00: prägen wird.
00:01:01: Zweimal im Monat nah dran relevant
00:01:04: zukunftsorientiert Hallo!
00:01:10: Und wir kommen zu einer neuen Ausgabe von Future Retail Talk.
00:01:15: Ich bin euer Host Reif Kerkelinge und alle vierzehn Tage bekommt ihr über diesen Kanal Zukunftsrelevante Infos für den Handel in der Sport- und Outdoorindustrie.
00:01:24: Abonniert am besten direkt diesen Podcast-Kanal, dann verpasst ihr keine Folge.
00:01:29: Und noch besser lasst gerne eine Bewertung da!
00:01:32: Denn das hilft uns noch mehr Menschen zu erreichen und den Podcast Kanal weiterzuentwickeln.
00:01:38: Danke dafür.
00:01:39: In den letzten beiden Ausgaben haben wir uns mit zwei Messerrückblicken einmal zur Home of Outdoor und dann dem Retail Beats Festival, mit dem Start-up Award Move Beyond beschäftigt.
00:01:50: Hört ihr gerne mal rein hier gibt es zahlarche Stimmen.
00:01:53: Mirem Höller war da, Felix Neuräuter habe ich getroffen aber auch viele Verantwortliche der ANWR Group und von Sport.
00:01:59: Zwei tausend.
00:02:00: mit den Startups hab' ich natürlich auch gesprochen.
00:02:03: Ja, und heute geht's um Plastik im weitesten Sinne.
00:02:07: Wildes Plastikk, Wildplastikk heißt die Firma Recycling, PPWR, DPP alles Dinge, die gerade kursieren auch in euren Köpfenliefer-Handelspartnerinnen.
00:02:19: Wir versuchen ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen Und dafür begrüße ich Tim Lampe.
00:02:23: Er ist der CEO von Wildplistikk.
00:02:26: Hi Tim
00:02:27: Moin!
00:02:27: Freut mich dass ich hier sein darf.
00:02:29: Ja, Tim.
00:02:29: Wir haben gerade kurz gequatscht.
00:02:30: du kommst frisch von der Nordsee während aller anderen Schwitzen hast Du dir ein bisschen Wind um die Ohren gegeben.
00:02:37: ja das Thema Hitze bringt uns zur Umwelt Genau.
00:02:43: also Zeit mal wieder drüber zu sprechen oder?
00:02:46: Ja absolut.
00:02:46: Also ich glaube dass das Schöne ist.
00:02:49: Ich finde wir haben so einen gewissen Pragmatismus in dem thema Gewonnen und trotzdem glaube ich zeigt es auch Mal wieder diese Woche wie wichtig Es ist am Ball zu bleiben dass wir eben nicht morgen alles auf einmal machen müssen, aber eben in dem kontinuierlichen weiter an Themen arbeiten.
00:03:04: Irgendwie auch zu verstehen dass es hier bestimmte Grenzen gibt und auch wenn's der Wirtschaft vielleicht einen Moment nicht ganz so gut geht.
00:03:11: Gehts uns trotzdem immer noch gut genug?
00:03:12: Und wir sollten gucken das wir auch langfristig Themen lösen und nicht immer nur auf die nächsten drei Monate
00:03:16: gucken.
00:03:17: Genau und darauf werden wir heute schauen.
00:03:18: Wir schauen neben dem was ihr tut nämlich Plastik sammeln du wirst es noch genauer erklären und daraus Polibax herstellen etwas, wo nachgesucht wird und auch umgesetzt wird.
00:03:30: Nicht nur im Sport- und Outdoorhandel sondern auch in anderen Bereichen.
00:03:34: Ja lass uns mal da einsteigen!
00:03:36: Ich würde dich gerne fragen was verstehst du unter Müll?
00:03:42: Spannend viele Dinge.
00:03:43: ich glaube das bei uns immer so.
00:03:45: der geflügelt Satz ist es immer from trash to treasure auf gut Neudeutsch also.
00:03:49: wir begreifen eigentlich viele Abfallströme dieser Welt auch als Wertstoff und Rohstoff.
00:03:55: Und das ist für uns ganz spannend, eben zu verstehen was kann man daraus noch machen?
00:04:00: Und gerade in Bezug auf Kunststoff ist es eben ganz spannend weil ja wenn wir uns den Globus angucken dann gibt's wie so eine Kaskade.
00:04:08: also Müll ist eben nicht gleich Müll oder Abfall ist nicht gleich Abfall sondern es gibt viele Dinge mit denen werden wir auch in zehn zwanzig dreißig Jahren nichts mehr anfangen können.
00:04:17: Es gibt aber immer noch viele Sachen, die wir heute eigentlich in Anführungszeichen zu früh wegschmeißen und nicht mehr nutzen.
00:04:24: Und deswegen ist für mich Abfall vor allen Dingen ein spannendes Potenzial für die Zukunft auch wenn wir uns über Rohstoffabhängigkeiten unterhalten.
00:04:32: Das geht eben nicht nur um den Anführungsschutz sondern es geht aus meiner Sicht um viele Fragen, die eigentlich superaktuell sind
00:04:40: Wenn es über Plastik spricht, wir haben in der Sportindustrie sehr viel mit Recyclingfasern zu tun.
00:04:48: Hier gibt das auch viele Vorurteile.
00:04:51: Es gibt viele Mythen.
00:04:52: was ist richtig und falsch an recycelten Fasern?
00:04:55: Eine Frage kann ich dir vielleicht stellen.
00:04:56: Vielleicht kannst du sie auch beantworten wenn wir recyclen und quasi neue Materialien zum Beispiel ein Shirt herstellen dann Ist die Belastung für den Körper eventuell höher, als wenn wir quasi Virginfasern verwenden?
00:05:18: Ist dem so oder nicht.
00:05:19: Kannst du sowas beantworten?
00:05:21: Das ist natürlich spannend, weil ich bin ja der Verpackungs-Mann.
00:05:25: Wir machen Folien, die sind glücklicherweise in den meisten Fällen einfacher.
00:05:29: aber ich kann es vielleicht mal aus unserem Kontext übersetzen Wir stehen natürlich für eine ganz andere Komplexität.
00:05:35: Das heißt, wenn wir Stoffe einsammeln, dann müssen uns erst mal anschauen was für Schweinereien sind das vielleicht auch mal reingelangt?
00:05:42: weil wir eben in den letzten dreißig vierzig Jahren und heute noch vor allen Dingen anderen Ländern auf anderen Kontinenten nach wie vor teilweise Chemikalien einsetzen oder auch im Lebenszyklus eines Produktes da Kontamination auftreten können die natürlich super schwierig zu messen sind und wieder rauszufinden an Wertstoffen zurück.
00:06:05: Von daher ist das natürlich ein Thema und Risiko mit dem man sich beschäftigen muss, dass auch real ist und gleichzeitig ist es total wichtig da jetzt genau anzupacken weil wir werden nicht auf Dauer mit nur primär Ware auskommen und wenn wir uns gar nicht bewegen dann wird's auch schwierig.
00:06:20: von daher gehts glaube ich um eine gute und auch langfristig auseinandersetzung mit dem thema.
00:06:25: eben schrittweise und beständig besser zu werden weiß auch und in meinem Umfeld gibt es auch viele coole Lösungen, die bereits im Bereich Faser zu Faser Recycling unterwegs sind.
00:06:37: Wir müssen da dranbleiben, weil nur dann wird es besser.
00:06:39: Und ich glaube alleine wenn wir uns die letzten drei Jahre angucken was da Technologien für einen Fortschritt gemacht haben, dann bin ich da sehr hoffnungsvoll dass wir da auch noch lange nicht am Ende sind.
00:06:48: Ja du sagst das also ihr sammelt Müll global?
00:06:52: Also wir kennen das vielleicht.
00:06:53: jeder hat das schon mal gemacht in seiner Stadt oder gesehen zumindest.
00:06:55: man gibt so Müllsammelaktion.
00:06:57: ihr macht das auf der ganzen Welt sozusagen aber ihr konzentriert euch auf die Herstellung von Podibax.
00:07:04: Erklär doch mal ein bisschen, wie eure Entstehungsgeschichte ist.
00:07:06: Was ist Wildplastik?
00:07:08: Warum habt ihr euch gegründet?
00:07:09: Du hast es schon ein bisschen anklingen lassen aber gehen wir mal rein in die Gründungsgeschichten.
00:07:15: Ja gerne ja am Anfang war eben erstmal ein Bewusstsein für dieses riesenglobare Problem.
00:07:20: jedes Mal wenn unterwegs ist und das waren auch einige unserer Gründer dann findest du in der Umwelt natürlich wahnsinnig viel Kunst auf.
00:07:26: mittlerweile Und in anderen Ländern noch.
00:07:29: also sind wir in Deutschland vergleichsweise privilegiert.
00:07:31: obwohl man durch manche Städte läuft glaubt man auch, dass wir schon ein großes Plastikproblem oder Kunststoffmüllproblem haben.
00:07:39: Nur das ist natürlich noch mal woanders ganz anders potenziert.
00:07:42: und von Anfang an war eigentlich die Idee, na ja, wir müssen doch schaffen daraus wieder Produkte zu machen um dem den Wert zu geben um dann so eine Art Staubsauger Effekt zu erzeugen.
00:07:51: Und am Anfang war die Idee viel stärker auf Konsumaprodukte.
00:07:54: also das war der klassische Müllbeutel Die Mülltüte, die zweimal aufräumt.
00:07:58: ich sie räumen beim ersten Mal schon auch wenn ich sie gekauft habe und dann räumt sie nochmal auf wenn ich da meinen Abfall rein tu.
00:08:04: Und dann haben wir aber irgendwann gemerkt, mit Partnern zusammen und da bin ich auch dazugekommen.
00:08:08: Macht das viel mehr Sinn?
00:08:10: Also dass wir eben mit Unternehmen arbeiten die auch einfach einen ganz anderen Verbrauchankunststoff haben, die auch eine viel größere Menge auf einen Schlag aufräumen können wo wir aber auch wirklich Probleme lösen können, die heute auftreten weil ich hatte und nach wie vor haben wir in der Regel die Wahl zwischen verschiedenen Alternativen.
00:08:29: Aber auch Verpackungen sind viele angewiesen.
00:08:31: Können wir vielleicht auch noch mal drüber reden, warum eigentlich braucht es Polybeutel und so weiter?
00:08:36: Und das werden die meisten Händler auch wissen.
00:08:39: Es wäre total schön wenn ich alles unverpackt verschicke und das kommt dann auch unbeschädigt und ohne Fleck an und dann schickt auch keiner zurück.
00:08:45: aber das ist ja nicht die Realität.
00:08:46: von daher ist genau dieses Spannungsfeld für uns eben der spannende gewesen da reinzugehen.
00:08:51: Auf der einen Seite haben wir Unternehmen die Lösungen brauchen, die auch verstanden haben Wir können nicht einfach so weitermachen aus Rohöl Neukunststoff machen denen dann irgendwo hin kann und dann wird er da abgeladen.
00:09:01: Das ist vielleicht kein Geschäftsmodell der Zukunft und gleichzeitig aber vor vielen Herausforderungen stehen.
00:09:06: Und diese beiden Herausforderungen auf der einen Seite, da legt ganz viel Rohstoff schon in der Umwelt oder gelangt aktiv hin und dieses Problem eigentlich zu kombinieren mit dem Problem auf der Nutzerseite das war von Anfang an die Idee und daraus ist dann, weil Plastik entstanden hat sich in den letzten Jahren jetzt auch dahin entwickelt dass wir viele Partner mittlerweile das Glück haben um die Verpackung machen zu dürfen in ganz verschiedenen Anwendungsfällen Vor allen Dingen natürlich in Mode und Textil, sag ich mal.
00:09:33: Also Polybeutel-Versandtaschen das ist schon das Kernthema.
00:09:36: Seit wann gibt's euch?
00:09:38: Zwoneinzehn wurden wir gegründet Ich bin zweitausend zweiundzwanzig dazugekommen.
00:09:42: da haben wir es eigentlich nochmal auf links gedreht wenn man ganz ehrlich ist.
00:09:45: Das heißt dass es ein bisschen unser zweites Entstehungsjahr.
00:09:47: also seit zwanzig zwanziger sind wir vor allem an dem Thema Verpackungen dran.
00:09:51: das heißt da gehen wir jetzt ins vierte Jahr.
00:09:53: Du bist ja Umweltingenieur Also bist du dann auch in die Entwicklung als CEO?
00:10:00: Bist du daran beteiligt an den Standteilen eines Polybacks, der aus euren Händen kommt.
00:10:05: Ja mein Team verbietet es mir zu nehmen weil ich das nicht ganz lassen kann was ich auch spannend finde.
00:10:11: eben ja also ich komme natürlich vor allem von der Verfahrenstechnik seit unterlebenszyklusanalyse dass ist so.
00:10:16: meinen steckenpferd sag' ich mal und das habe ich auch schon für Batteriezellen gemacht deutlich komplexere Prozesse.
00:10:23: Das ist jetzt bei Kunststoffrecycling vermeintlich einfacher, aber klar.
00:10:27: es ist eben spannend auch zu sehen wie können wir neue Anforderungen immer wieder einfließen lassen.
00:10:32: das heißt wir haben zum Beispiel auch Polybeutel für Elektronikbauteile.
00:10:35: die brauchen dann wieder bestimmte Zusatzstoffe damit bestimmte Oberflächenwiderstände.
00:10:40: also da wird's relativ schnell technisch und das interessiert mich dann ja doch auch immer viel zu sehr als sagen mal ganz meine Finger von weg zu lassen.
00:10:47: das heisst ich kann mich halt vor allen Dingen um diese Gesamtenteil der Lieferkette.
00:10:51: Das ist so mein Geschäftsbereich auch von, wie übersetzt mir eigentlich Feedback von den Herstellern hier?
00:10:57: Wo dann vielleicht auch mal ein Problem auftritt an der Linie hin bis zu unserem Partner wo wirklich händisch gesammelt und sortiert wird weil das was sonst keiner tut genau diese Übersetzungsleistung zwischen den einzelnen Partnern der Kettenglieder sag ich mal die Lieferkette.
00:11:11: Jetzt reden wir bei euch über Plastik, aber Plastikk ist ja nicht gleich Plastick irgendwie.
00:11:16: Also ihr Sourced also sucht nach Plastikumüll auf der ganzen Welt um es dann halt zu Polybex zu verarbeiten.
00:11:25: Wir verschiffen das ja überall hin.
00:11:27: Also wir als Industrienation, die reichen Industrienazion, vieles geht nach Afrika
00:11:32: etc.,
00:11:33: es ist ein globaler Handel mit Müll tatsächlich.
00:11:37: Wie findet man denn geeignete Partner und welches Material eignet sich tatsächlich?
00:11:43: Ja, das ist ganz spannend!
00:11:44: Ich war letzte Woche auf einer Kunststofftagung.
00:11:46: da habe ich auch gesagt, wir machen aus Plastik eigentlich wieder Kunststoff.
00:11:49: also das ist ja auch immer das... wo dann die Wortklauerei beginnt, aber das ist ja genau unsere Idee.
00:11:55: Also zum einen wir bekommen jetzt sehr regulatorisch auch Druck, dass es nicht mehr so einfach geht Kunststoff zu exportieren.
00:12:01: Schauen wir mal wie das in der Realität dann funktioniert.
00:12:03: Aber zumindest auf dem Papier wird schon mal schwieriger.
00:12:07: Aber klar ist auch und das haben wir in Gesprächen mit vielen Recycling gemerkt Das sind teilweise fünf Euro die Tonne Die unterscheiden macht es mehr Sinn das einfach im Container zu stecken Und wegzuschicken oder macht es Sinn das zu recyclen?
00:12:18: Das heißt Es hat auch immer eine sehr starke wirtschaftliche Frage Und wir haben eben auch in den Ländern, in denen wir unterwegs waren immer mal wieder gesehen dass es auch genau das Problem gibt.
00:12:29: Gleichzeitig muss man auch sagen Das größere problem entsteht gerade so gerade wenn wir in Südostasien oder in Indien unterwegs sind.
00:12:36: das sind natürlich auch Wirtschaft mit einer hohen Dynamik und wie immer Mit Wohlstand und mehr Konsum kommt auch immer mehr Kunststoffabfall.
00:12:46: Das heißt, ich sag mal das was wir jetzt angefangen haben zu lernen beginnt in den Ländern gerade erst also auch wie baue ich eine Abfallwirtschaft auf?
00:12:54: Das heißt für uns ist gar nicht so sehr die Sorge dieses Thema Export weil es wird sich... Also es wird immer schwieriger werden dieses Geschäftsmodell noch zu betreiben wie's aktuell betrieben wird.
00:13:05: plus was wir eben auch sehen is dass wir mit den Partnern in den ländern wo wir gerade schon zusammenarbeiten den wesentlich langfristig, wesentlich besseren Business Case haben und damit auch überzeugen werden.
00:13:17: Das braucht manchmal ein bisschen länger als wir uns das alle wünschen aber ich finde immer... Wir können es immer gut an den Erneuerbaren orientieren.
00:13:26: da hat's auch gedauert.
00:13:27: aber ich glaube mittlerweile sind auch die wirtschaftlichen Faktoren ganz eindeutig wenn wir uns jetzt die die Produktion angucken und übersetzt ist bei uns die gleiche Hypothese übertragen auf dem Kunststoff.
00:13:40: Kreisaufwirtschaft ist ein großes Thema, wo können wir ja kurz drüber sprechen.
00:13:45: Oft spricht man darüber und es wird dann politisch verwendet dass das noch nicht funktioniert
00:13:50: etc.,
00:13:51: genau wie bei den Erneuerbaren.
00:13:52: du hast es gerade gesagt es gibt aber auch ganz schön viele Erfolge zu verzeichnen.
00:13:55: was ist die richtige Erzählweise aus deiner Sicht?
00:13:58: Ich glaube die richtigen Erzählsweise ist genau dieses Spannungsverhältnis anzunehmen also eben nicht in das eine oder das andere extrem umzuschlagen was glaube ich in unseren heutigen Zeiten sowieso schwierig ist.
00:14:10: Aber genau das, also auch bei uns ist ja natürlich immer die Frage.
00:14:13: Natürlich es läuft nie perfekt mit allen Partnern schon von Anfang an und auch bei Uns Auch gerade wieder wir haben ein Projekt dazu eine Menge Lehrgeld weil wir auch zu spät verstanden Haben was die Folie eigentlich können muss.
00:14:24: und dann Ja Dann müssen alle gemeinsam Ein Tisch kommen und gucken wie lösen wir dass?
00:14:31: aber das heißt nicht dass es nicht auf Dauer klappen kann Und ich glaube wir müssen halt diese schmale Linie finden die wir uns auch immer selber die Frage stellen, wann wird Wildplastik eigentlich zu einem Feigenblatt für?
00:14:42: Wir machen jetzt einfach weiter so.
00:14:45: Weil nachdem vielleicht auch Rohöl nicht mehr so einfach zu verkaufen sein wird irgendwann ist es halt super wenn man das Rohöl dann in Form von Kunststoff in den Markt drückt.
00:14:53: und das sind natürlich auf der einen Seite auch Herausforderungen und Probleme weil eben nicht alle auch an dem Kreislauf Wirtschaftsthema Interesse haben und das auch gerne torpedieren oder so Nebelkerzen werfen, die dann irgendwie heißen.
00:15:06: Ja und dann gibt es Chemisches Recycling für alles.
00:15:09: Und das ist dann ein bisschen wie die Biokraftstoffe.
00:15:14: der Naturwissenschaftler in mir sagt, bin ich spannend?
00:15:17: Wie das funktionieren soll vor allem auf der Skala.
00:15:19: also das ist so.
00:15:20: die eine Seite der Herausforderung glaube ich wo man offensichtlich mit beschäftigen muss dass man nicht alle total schwarz malt und auf der anderen Seite eben schon auch zeigt Wir haben zum Beispiel ein Projekt mit zwei Partnern, wo wir auch Toilettenpapier verpackt haben.
00:15:32: Also ist die Firma Weber und das ist Gold einmal einen kleinen Start-up.
00:15:36: Und da ist jetzt noch die Marke Mach Mit dazu gekommen.
00:15:41: Wo uns auch gesagt wurde so vor ungefähr vier Jahren, dass wir niemals aus Recyclingkunststoff gehen.
00:15:47: Die gleichen Partner, mit denen wir dann vor knapp zwei Jahren in den Nachhaltigkeitspreis gewonnen haben oder vor anderthalb.
00:15:53: Die haben auch gesagt, ja da hat sich in den drei Jahren ganz schön was getan und mittlerweile haben wir der Verpackung wo achtzig Prozent zu weit Plastik drin ist sowohl für Toilettenpapier als auch Küchenrolle.
00:16:02: Und jetzt gucken wir mal ob wir noch Taschentücher verpacken.
00:16:04: und also das zeigt halt Wir sind auf einem guten Weg und wir sind natürlich nur ein ganz kleiner Teil.
00:16:11: Kreislaufwirtschaft ist ja so viel größer.
00:16:12: Da gibt es auch tolle Partner hier in Europa die da ehrlich und gut auf dem Weg sind und ich glaube darum geht's halt dass wir die zusammenholen.
00:16:19: Da können wir uns auch vortrefflich streiten, ob Importe wie wann.
00:16:22: wo habe ich auch schon hitzige Diskussionen mit einigen Nachhaltigkeitsmanagerinnen von größeren Handelsketten und Drogerieketten geführt.
00:16:31: Nur das ist wichtig dass in diesem Kern wenn wir konstruktiv um Lösungen bringen irgendwie bleiben und schauen wir kriegen was hin?
00:16:38: Und uns nicht zu sehr auf die eine oder andere Nebelkerze verlassen entweder die viel zu positiv über Kreislaufwirtschaft sprechen oder die dies auch mit bestimmten Motiven vielleicht gar nicht richtig wurde.
00:16:47: Das eine ist Lobbyismus natürlich und das andere sind vielleicht aber auch Erwartungen, die man nicht unbedingt erfüllen kann.
00:16:54: Also irgendwie in den Gesprächen krieg ich es hier immer wieder mit wenn wir über Nachhaltigkeit reden dass dann so an Marken herangetragen wird.
00:17:03: ja wieso sagt ihr noch nicht soweit?
00:17:05: also es wird immer diese hundertprozenterwartung gestellt.
00:17:08: Aber das ist natürlich unrealistisch.
00:17:10: Man muss das auch ganz klar sagen.
00:17:13: Ja, das ist spannend.
00:17:14: Weil diese hundert Prozent Erwartung auch die Kette immer runtergegeben wird und dass eigentlich mein Hauptjob ist eigentlich irgendwie Erwartungsmanager zu sein für diese verschiedenen Erwartungen der Kette entlang weil natürlich auf der einen Seite gibt es Kundinnen, Konsumenten, die jetzt schon Nachhaltigkeit mittlerweile als Standard erwarten also viele Händler oder auch viele Markensagen mit Nachhaltigkeits differenzieren.
00:17:38: schwierig ja aber weglassen kann ich es irgendwie auch nicht Weil dann wird es auch schwierig, vor allem denken das ist halt so ein bisschen das Problem auch geworden.
00:17:46: Das führt aber für mich auch dazu dass es pragmatischer wird zu entscheiden was machen wir denn jetzt und was nicht?
00:17:50: Und wie viel?
00:17:52: weil ich auch an vielen Stellen davon überzeugt bin und das gibt auch die Studienlage zum Beispiel her.
00:17:56: also wenn wir irgendwie bei seventy bis sechs Prozent Recycling wären dann würden wir innerhalb der planetaren Grenzen bleiben und das heißt wir müssen auch an viele Stellen gar nicht auf die hundert Prozent kommen.
00:18:07: nur wir sind halt aktuell irgendwie bei neun Prozent tatsächlich im Rezyklateinsatz in Deutschland eher bei unseren Sachen, wo wir uns bewegen so bei elf Prozent irgendwie dem Dreh.
00:18:15: Also da ist auch schon noch Luft nach oben, auch bei uns, wo Wir schon sehr lange in der Entwicklung sind.
00:18:20: und ich glaube das ist halt das Wichtige dass wir leider auch bei unseren Partnern also auch in Industrie und Herstellung immer auf diese hundertprozent Erwartung treffen.
00:18:29: Es gibt es sehr wenige und in diesen letzten zwei Jahren noch weniger.
00:18:33: Der Kreis ist noch kleiner geworden von Partnern die sagen Okay, wir probieren das aus.
00:18:39: Wir machen pragmatische Entscheidungen.
00:18:40: Wir gehen Schritt für Schritt sondern wir haben eigentlich viele Partner die einfach sagen ne das muss sofort Top Qualität sofort zum besten Preis sofort mit allen Individualisierungsmöglichkeiten alles zusammen.
00:18:52: und Das ist halt schwierig weil das war noch nie realistisch in keinem Projekt es hat auch nichts mit uns zu tun Und da muss man so ein bisschen gegenhalten.
00:19:00: und trotzdem den Satz will ich noch sagen Ich war lange in USA und hab da gelebt.
00:19:04: Ich glaube, man kann sich von dieser Convenience-Idee schon viel abgucken.
00:19:07: Weil ich glaube das muss total unser Ziel sein!
00:19:09: Also wenn ich Öko ist ja auch immer so dieses Jahr und dann ist das Papier so braun und die Folie ist so schlecht... Ich glaube wir dürfen uns darauf nicht ausruhen.
00:19:19: also ich glaube es sollte trotzdem unser Ziel seien bei klassischen Themen wie Verlässlichkeit und Lieferzeiten und Individuisierungsmöglichkeiten und Optik und so nah oder vergleichbar mindestens zu werden, wenn nicht sogar besser in einzelnen Themen.
00:19:35: Weil ich glaube nur dann funktioniert es, wenn ich immer sagen muss ja du musst acht Kompromisse machen dafür ist aber nachhaltig und ein bisschen teurer Dann wird's glaub ich schwierig bleiben weil dafür sind alles auch Unternehmen die Wirtschaftsentscheidungen treffen müssen Und das habe ich auch Verständnis für.
00:19:49: Ja, finde ich spannend an der Stelle.
00:19:50: Polybacks funktionieren genauso wie Produkte.
00:19:53: Nachhaltigkeit lässt sich nur verkaufen wenn die Performance stimmt.
00:19:58: Beispiel im Schuh, der Komfort muss auch stimmen, die Optik muss ausstimmen so ne?
00:20:02: Dann gehen wir mal auf die Polybags, ihr Source, die Arbeit mit Partnern in Asien.
00:20:06: zusammen.
00:20:07: hast du gesagt so... In welchen Ländern ist das und mit wem arbeitet und wie habt ihr die ausgewählt?
00:20:12: letztlich und was ist das Material?
00:20:14: warum ist es so gut dann da?
00:20:16: ja also Wir arbeiten hauptsächlich gerade in Indien, Indonesien und auch Partnern in Thailand.
00:20:22: lange gehabt.
00:20:22: Da versuchen wir gerade wieder den Kontakt aufzubauen.
00:20:27: Wir arbeiten mit einem Partner im Senegal, suchen gerade auch Partner in Kenya.
00:20:30: also es verlagert sich so ein bisschen.
00:20:32: Wir haben in der Historik schon in fünfzehn verschiedene Ländern mit dem Kunststoffabfall gesammelt.
00:20:38: das ist auch teilweise schwierig.
00:20:40: beispielsweise wir haben lange angefangen in Haiti zu sammeln hatten da eine tolle Partnernisation.
00:20:45: Da hat sich natürlich dann irgendwann die politische Situation extrem verschlimmert.
00:20:50: Und da war es zum Beispiel für unsere Partner nicht mehr möglich, wirklich auch sicher und gut zu sammeln.
00:20:56: Das ist wahnsinnig tragisch weil eigentlich in Anführungszeit niemand von uns was dafür kann.
00:21:02: Den geht zum Glück allen gut.
00:21:04: aber das merkt man auch mal schnell wie auf einmal andere Themen wichtig sind.
00:21:08: Von daher ist es für uns schon komplex dass wir uns die Länder den Standort angucken.
00:21:14: mit Was für Kunststoffarten haben wir da?
00:21:16: Wie können wir auch über Arbeitsbedingungen etc.
00:21:19: unterhalten, das heißt schon relativ langer Prozess, der dauert in den restlichen Jahren manchmal zwei Jahre bis wir so Partner qualifiziert haben.
00:21:26: Wir haben auch Länder... Da sprechen wir mit dem Fünfundzwanzigundzechsundzwanziger Organisationen damit es dann eine wird.
00:21:32: Also das ist ein relativ langener Prozess das zu qualifizieren.
00:21:35: was wir aber sehen ist gerade Indien und Südostasien.
00:21:37: Da entsteht natürlich eine Menge Kunststoffmüll.
00:21:41: Das sind große Länder die Wirtschaft wächst.
00:21:44: Dementsprechend wird auch Kunststoff mehr ein Thema plus und das ist der Vorteil.
00:21:48: Wir können da aber noch auf der grünen Wiese eben mitgestalten,
00:21:51: d.h.,
00:21:52: wir haben natürlich auch da andere Player die dann wieder Richtung Ways to Energy gehen wo es irgendwie darum geht besten Kunststoff mal schnell zu verfeuern weil's irgendwie für alle Beteiligten gewinnbringender ist.
00:22:02: kurzfristig.
00:22:04: Aber wir haben da noch die Chance, da ist noch mehr offenes Feld wo man sagen kann hier kümmert sich einfach noch niemand um das Thema Kunststoffabfall Und wir können halt wirklich gute Qualitäten sichern und dann daraus eben auch langfristig.
00:22:18: Und das muss ja der Plan sein, aktuell machen wir stellen wir alle Verpackungen hier in Europa her.
00:22:22: Wir machen jetzt aber erste Tests mit Partnern weil Das werden alle Händler auch wissen.
00:22:27: es wäre schön wenn jede Funktionsjacke jeder Schuhe jedes jedes Funktion shirt oder anderes hier aus europa kommen würde.
00:22:33: das ist aber mit nicht so.
00:22:35: Von daher ist unser plan jetzt im nächsten Schritt eben auch zu sagen wir machen primär verpackung für Produkte also wirklich auch polybeutel Nicht nur als Retouren Verpackung beispielsweise nicht nur als Versandtasche oder nicht nur, als kleine Linie für eine nachhaltig produzierte Serie in Portugal.
00:22:50: Sondern eben auch wenn ich aus Bangladesch, Pakistan, Vietnam oder ähnlichen Ländern beziehe dann kriege ich auch gleich ne Verpackungen dazu die dort angefallen ist und im besten Fall dort eben auch den Aufbau mit unterstützt.
00:23:06: Wo produziert ihr denn in Europa?
00:23:08: Aktuell sind das vor allem Deutschland und Belgien als Schwerpunkt.
00:23:11: Unsere Müllbeutel werden in Polen hergestellt, wir haben noch einen Partner in Inletown und sondieren gerade mit so ein zwei Partnern in Südeuropa aber der Schwerpunkts sind schon Deutschland-Belgien.
00:23:22: Ich halte es schnell auch vor allen Dingen.
00:23:24: also wir haben glaube ich mehr Länder mit denen wir arbeiten als Leute bei Wildplastik arbeiten.
00:23:27: Das ist schon immer eine gewisse Komplexität.
00:23:29: Okay wie viele Leute seid ihr denn?
00:23:31: Wir sind aktuell zu acht also wirklich im Kern Team weil Und wir kümmern uns ja um vor allen Dingen die Zusammenarbeit der einzelnen Partner.
00:23:43: Das heißt, es gibt natürlich noch ein... Erst mal wenn ich unsere Freelancer und so weiter betrachte ist natürlich nochmal größer.
00:23:49: Und dann außenrum gibt's natürlich nochmal einen riesen Netzwerk.
00:23:52: das heißt wir haben beispielsweise für einen unserer Partner mal ausgerechnet alleine Für die Sammlung da braucht es dreihundert Leute im Jahr Um die Versandtaschen zusammen zu sammeln.
00:24:02: das heißt der der Impact der Lieferkette dahinter ist natürlich ungleich größer.
00:24:07: Von daher ist es immer diese spannende Gleichzeitigkeit.
00:24:10: Wir sind halt nur die kleine Zentrale, wo auch viel Freelance unterstützt wird und dann gibt's dahinter aber eben fünfzehn Produzenten, die das alles möglich machen.
00:24:21: Ich würd gern trotzdem noch mal auf das Sammeln von dem Müll gehen, zur Quelle.
00:24:26: Wie muss man sich das vorstellen?
00:24:27: Was für Müll taugt denn?
00:24:29: Also was für Plastikmüll?
00:24:31: und auch diese Wortunterscheidung würde ich gerne auch kommen.
00:24:33: Plastikkund Kunststoff, ich sag immer Plastiktuserkundstoff aber wir sollten ja genau sein an der Stelle.
00:24:38: also ihr sammelt Kunststoff oder sammlt ihr Plastikum oder sammt ihr Müll?
00:24:43: Genau mit was kann man Polideberks herstellen?
00:24:46: Genau, also es ist immer ganz lustig weil natürlich vor allem unsere Partner in der Kunststoffarbeit und Industrie, da immer sehr genau sind.
00:24:53: Und wir sprechen natürlich erst mal über Kunststoffe.
00:24:57: Die Marke heißt ja aber auch bewusst weil Plastik, weil es geht eben um genau dieses Thema Image so.
00:25:02: Weil wir sprechen halt viel über Plastikkmüll, Plastiktverschmutzung, Plasti-Krise das sind ja die besetzten Worte Und für uns geht es ja genau um eine Auseinandersetzung damit zu sagen Ja, genau das ist auch das das Image und genauso auch zum Beispiel für Händler bei der Verpackung wird jeder schon mal irgendwie Kunden Support Nachrichten bekommen haben mit.
00:25:22: Warum schickt ihr mir alles in Plastik oder muss es denn so viel Plastiks sein?
00:25:27: Genau da wollen wir eben ansetzen vor allem mit den Leuten die Lust haben da eine Ebene tiefer zu gucken und sich mal zu überlegen okay Warum benutzen wir das Zeug eigentlich?
00:25:36: Warum benutzt man eigentlich noch Kunststoff?
00:25:39: und dann kommt bei mir auch so der Ingenieur raus, er sagt ja erstmal wenn ich mir jetzt nur den Werkstoff angucke.
00:25:44: Dann ist der langlebig, dann ist der leicht, dann isst der flexibel, dann kann ich super viel daraus machen was wir aus kaum einem anderen Werkstoff so zaubern können und dass es erst mal ganz viel positives.
00:25:53: Und dann haben wir aber irgendwann nicht geschafft dieses System zu bauen, dass es auch für Planet Mensch und Gesellschaft funktioniert sondern das ist sehr linear bisher gewesen und wir haben dann auch mit Partnern zu tun, die vielleicht auch nicht so ein Interesse daran haben dass es besser wird.
00:26:09: also ich habe mal ein paar Mal Flaps sich gesagt gerade außerhalb Europas aber auch bei uns in manchen Ländern gibt's halt nicht nur nette Leute im Bereich Abfallwirtschaft.
00:26:18: Ich glaube das kennen wir alle.
00:26:21: von daher ist für uns eben ganz wichtig so dieses Thema Kunststoff auch bewusst zu besetzen und zu sagen ja pass auf.
00:26:28: Beispielsweise werden wir uns CO²-Bilanzen im Vergleich zu einem Karton angucken.
00:26:31: Wenn ich jetzt die Wahl habe zwischen Versandkartons und einer Versandtyte, alleine durch die Massendifferenz, weil so ein Karton so viel schwerer ist, spare ich bis zu achtzig Prozent CO² da ein pro Sendung.
00:26:42: Und dann können wir noch über Raum-, Lagerplätze und alles sprechen.
00:26:46: Also wenn ich mir das erstmal auch nüchtern angucke, dann hat eine Kunststoffversandtasche beispielsweise oder einen Polyboitl im Vergleich zur vielen anderen Sachen ganz viele Vorteile... ökonomischer ökologischer natur.
00:26:58: wir bringen noch den sozialen partner mit rein das von sie auf die liefer kette angucken.
00:27:04: Aber da geht es eben darum zu sagen naja wo können wir denn kunsthaft bewusst und gut einsetzen, und dass ist genau an der stelle wo wir eben sagen na ja heute haben wir ganz viele marken die sagen ja und langfristig müssten wer biologisch abbaubar und dann müssen wir mal gucken.
00:27:17: dann frage ich immer was machen wir morgen?
00:27:19: weil heute nimmt ihr Primärkunststoff Polibax oder kauft irgendwie Polibacks aus einer Quelle, wo man nicht weiß was heißt jetzt recycelt eigentlich.
00:27:28: Das ist ja auch der Stand der Technik das dann mal schnell Recycling drauf geschrieben wird.
00:27:33: nur das passt ja nicht zu den Zahlen.
00:27:34: also überall steht Recycled heutzutage darauf.
00:27:36: trotzdem sind wir bei elf Prozent.
00:27:37: also das muss ich mir alles angucken und da halt hinzugehen zu sagen ne wir setzen maximal auf Transparenz erzählen warum haben wir uns für Kunststoff entschieden?
00:27:45: Warum wollen wir Kunststoff hier einsetzen?
00:27:49: Das hat bei uns immer gut funktioniert, die Kunden zum Beispiel auch mitzunehmen auf diese Reise und mal hinter die Kulisse blicken zu lassen.
00:27:55: Weil bisher sind wir immer eher positiv überrascht worden von viel Verständnis oder der Lust da drüber nachzudenken und eben dem auch.
00:28:04: da gibt es Marken, da gibt's Händler, da gibts Partner, die mir nicht einfach ein Siegel draufdrücken und sagen so ist grün!
00:28:11: Sondern wenn ich mal auf Seite zwei Blätter, dann finde ich auch ein bisschen mehr Substanz.
00:28:15: Und das verbreitet sich halt auch so was gute alte World of Mouth sehr gut und ich glaube da müssen wir am Image des Plastiks oder des Kunststoffs eben noch arbeiten.
00:28:25: Ja, spannend an der Stelle!
00:28:27: Lass uns doch mal schauen, was für Versandtaschen stellt ihr denn her?
00:28:32: Um welche Anforderungen habt ihr für den Sport- und Outdoorfachhandel für euch analysiert?
00:28:38: Was für einen Bedarf ist da?
00:28:40: Ja also erstmal ist total spannend, weil Sport und Autor bei uns sicherlich das größte Segment ist.
00:28:46: Also Sport im Allgemeinen wir machen auch viel für größere Fußballvereine kann man auch bei uns auf der Website finden aber eben auch Bergzeit-Bergfreunde.
00:28:52: jetzt haben wir mit Sport zweitausend Grad begonnen und starten erst eigentlich richtig rein.
00:28:59: Und wir merken eben dass es da alleine schon so von der von der Haltung und von der Idee ein ganz großes ganz großen Match gibt.
00:29:07: nämlich In der Regel, wenn wir auf Menschen im Sport treffen, egal wo sie sich befinden ist auch nach wie vor viel um Zusammenhalt und Werte.
00:29:17: Um eine gewisse Nachhaltigkeit.
00:29:19: eh schon geht das auch ganz anders verstanden wird als vielleicht auch in anderen Branchen.
00:29:24: Und gerade beim Outdoor Bereich sind natürlich nochmal so der direkte Bezug zu unserem Planeten also es können fast eigentlich alle A sind es in der Regel Menschen die viel reisen, die auch viel rumkommen und auch viel mit der Herausforderung, die wir da haben konfrontiert werden.
00:29:39: Aber gleichzeitig auch so eine gewisse Offenheit für neue Lösungen, neue Konzepte und Ideen da sind.
00:29:43: von daher ist das einfach das ja ich sag mal dass Marktsegment bei uns wo's am meisten klickt weil es genau in diese Kerbesticht von Wir wissen, dass wir da ein Problem haben.
00:29:54: Wir können das auch nicht so weitermachen.
00:29:55: gleichzeitig brauchen wir aber ne Lösung Weil wir haben eben auch Geschäftsmodelle und kaufen weiterhin Leute Bekleidung und anderes in dem Bereich, wie kriegen wir das eigentlich zusammen?
00:30:07: Und natürlich gibt es im Bereich der Bekleiderung der Schuhe noch viel größere komplexere Herausforderungen auch technischer Natur.
00:30:15: Wir sind vielleicht manchmal ganz gut.
00:30:16: das Einsteigermodul, sag ich mal weil ich kauf heute einen Polybag, ich kaufe morgen den gleichen Polybag woanders und ohne großen Aufwand und ohne große Mehrkosten bin ich dann sofort Mit dabei und kann eigentlich so nach dem Motto sehr, sehr einfach mit einem klick bei uns im shop offenbatten.
00:30:33: Dann schon mal den teil Verpackung in anführungszeichen abhaken.
00:30:37: also gebe ich dir recht so ist eine sehr umweltbewusste branche weil wir uns natürlich auch alle draußen bewegen unabhängig von den reisen aber auch hier in europa ja viel in der natur unterwegs sind.
00:30:49: Das Bewusstsein ist da, Regulatorien gibt es auch.
00:30:53: auf die kommen wir aber gleich noch weil du sagtest naja Recycling steht immer drauf aber keiner weiß was drin ist.
00:30:57: das soll ja reguliert werden.
00:30:59: M-Code Stichwort an dieser Stelle.
00:31:02: Wenn wir jetzt aber daran bleiben ich habe ein Interview geführt mit Cola also mit dem Vertrieb von von Cola die nicht das Getränk sondern quasi Tour G-Fälle herstellen, also einer der bekanntesten oder der bekannteste Hersteller für quasi Fälle und die verzichten ganz auf Polybags.
00:31:22: So jetzt könnte man natürlich, kann ich dir die Frage stellen ja... Auf welche Produkte würde das funktionieren?
00:31:29: Auf welche nicht?
00:31:29: Oder würdest du sagen naja ... Also Textilien ergibt Sinn.
00:31:33: logischerweise sind auch verwundbarer sage ich jetzt mal sagst du naja Man könnte auch hingehen und auf Polybex generell versuchen zu verzichten.
00:31:45: Ja, nein?
00:31:47: Auf jeden Fall immer!
00:31:48: Ich werde gefragt, weil wir mal Müllbeutel angefangen haben so welcher Müllbäuter ist der beste für ein Biomüll?
00:31:52: da ist auch die Antwort keiner.
00:31:55: Und dann müssen uns die Frage stellen wann es was wo machbar und wer hat auch welche Leidensfähigkeit sag ich mal.
00:32:01: und übertragen ist das für mich beim Polybeck genau dasselbe?
00:32:04: ich glaube Das ist nicht die pauschal antwort.
00:32:07: und ja wenn es die Möglichkeit gibt für Produkte dann bitte darauf verzichten, weil auch der Polyberg fällt wieder an.
00:32:14: Der muss wieder ins Wertstoffsystem irgendwie rein und auch da gibt es noch viel zu tun.
00:32:19: das ist ja auch weit weg von perfekt heute.
00:32:22: und trotzdem gibt's aber in der Abwägung dann wieder Fälle.
00:32:25: also das klassische weiße T-Shirt beispielsweise.
00:32:28: Das ist so anfällig und also dass wir haben eigentlich immer ganz viele Kunden, die auch schon auf dem Weg sind.
00:32:33: Die zum Beispiel sagen irgendwie dunkle Waren oder bestimmte Waren verpacken wir nicht mehr in Polybeutel oder wir packen nur noch wahre Inszenaback-Packs zusammen.
00:32:42: Das machen z.B.
00:32:42: auch für einen Kunden der dann eben fürs Zwischenlager aber größere Bündel packt und somit einfach schon mal den Folieneinsatz extrem reduziert.
00:32:51: Das heißt, es geht glaube ich schon darum sich pragmatisch anzugucken.
00:32:54: Was muss jetzt wirklich sein?
00:32:56: Aber ich finde Patagonia hat bei sich auf der Webseite eine ganz coole Case study.
00:32:59: da haben sie wirklich auch alle mal mitgenommen und das ist für mich immer so die best practice was wir auch versuchen mit unseren Kunden warum Sie jetzt ihre Jeans als die Marke diese sind trotzdem noch zum Beispiel in Polibeuteln verschicken weil mehr Löcher mehrere Tourenquoten und wenn nicht dann mal den ökologischen Impact dagegen rechnen dass jetzt die ganzen Textilen eben nicht im Markt kommen Dann habe ich schnell auch wieder Ökologisch mir eher was Gutes getan, wenn ich das bisschen Kunststoff an der Stelle einsetze im Vergleich zu dem, was sich vielleicht auch an Textilien sonst in Anführungszeilen weggeschmeißen.
00:33:30: Mit Legi habe ich mich auch mal darüber unterhalten und die sagten dann naja aber die Händler spielen auch zurück.
00:33:37: Was ist mit der Ware?
00:33:38: Wenn sie halt unverbackt kommt also auch eine Unsicherheit im Handel.
00:33:43: Ja und auch beim Händling teilweise.
00:33:44: Wir sehen ja auch eher den Trend hin zur Automatisierung.
00:33:48: Ähm und auch da wird's natürlich schwieriger wenn ich das nicht gut vereinzelt hab dann macht es noch mal ungleich komplexer.
00:33:54: Ich glaub darum gehts genau eben sich das anzugucken.
00:33:56: deswegen haben wir so viele Partnern zu sagen, unter den verschiedenen Alternativen die wir da haben ist wahrscheinlich ein recycelter Polybag aktuell.
00:34:06: die Beste mal pauschal gesagt gibt natürlich auch wieder Ausnahmen.
00:34:09: aber so in der immer plattgesagt ist dass etabliertes System, damit können alle da kann man mit einem Scanner durchgucken.
00:34:16: Da kann ich die Ware sehen.
00:34:17: Ich sag mal, da ändert sich am Prozess gar nichts und ich kann aber trotzdem schon wenn ich mir überlege welchen Polybag wähle ich denn?
00:34:24: Schon einen riesen Schritt machen!
00:34:26: Und wie gesagt dann kümmern wir uns um den letzten zwanzig Prozent Perfektion.
00:34:29: irgendwann mal streiten Aber wenn ich heute vor allen Dingen von Primärkunststoff komme oder von einem Recycled Polybag der eigentlich viel zu günstig ist dafür dass er recycelt sein soll hin zu einer ökologischen Alternative.
00:34:43: Dann tue ich ja heute schon mal, was so viel besser ist und dann muss sich natürlich klar weitermachen.
00:34:49: aber ich glaube dieser erste Schritt ist halt auch schneller gemacht um klassisch Pareto.
00:34:52: Dann bin ich schon einen guten Schritt besser geworden mit einer kurzen Handlung und kann dann ja trotzdem weiter gucken wie wir jetzt in Zukunft noch besser werden.
00:35:02: Ich sollte nicht an der Startlinie stehen bleiben und solange warten bis dann die perfekte Lösung vom Himmel fällt.
00:35:07: Und hat sich Spor zweitausend entschlossen, mit euch eine Kooperation einzugehen.
00:35:11: Die Katja Mendel, die Sustainability und Impact Managerin hat euch gefunden, möchte ich mal sagen?
00:35:17: Oder ihr habt euch gegenseitig gefunden.
00:35:20: Wie sieht diese Kooperation aus und was beinhaltet die?
00:35:23: Ich wollte gerade sagen wir hatten einen netten Abend in Hamburg also es gab so ein bisschen Austausch auch über unser Team und dann haben uns in Hamburg mal in der Villa wie wir getroffen haben auf dem Bier.
00:35:31: das war auch entspannt und schön.
00:35:33: da konnte man sich nämlich so ein bisschen über genau die Themen austauschen.
00:35:38: Und das war eben auch die Idee zu sagen, wie können wir denn eigentlich genau über Partnerschaften dieses Thema besser verbreiten?
00:35:44: Weil wir sind dieses kleine Team in Hamburg, die dafür eine große Mission angetreten sind haben natürlich auch bisher ist schon geschafft mit Otto natürlich als ersten großen Partner aber dann eben auch den Fußballverein, aber auch Marken wie Bergzeit und Bergfreunde da zunehmend Partner zu gewinnen.
00:36:04: Und genauso da muss es weitergehen und das war eben auch mit Kati das Gespräch, zu überlegen okay wie kriegen wir das gemeinsam eben auch hin?
00:36:13: Da noch mehr Leute zu erreichen weil ich glaube es ist mittlerweile bewiesen als funktioniert B Es gibt auch genug die mitmachen und genug Überzeugungstäter.
00:36:24: und dann war eigentlich genau die Überlegungen naja Versandtaschen Polibeutel Das macht ja total Sinn Das ist ein Verbrauchsmaterial, was viele auch der Händler im Sport-II-Netzwerk natürlich nutzen oder benötigen.
00:36:37: Und dann wäre es doch cool, wenn wir das gemeinsam als Thema aufbauen und so kamen das zustande.
00:36:42: Jetzt sind wir eben relativ frisch damit an den Start gegangen, auch zu sagen ja für Händlern der Sport-I-Tausend oder für Partner gibt's bei uns A erstmal den Zugang paar Vorteile neben den typischen natürlich, also ich sag mal das... Ich ne Nachweis hab wie sie die Lieferkette auch dass sich regulatorisch gut aufgestellt bin.
00:37:06: Dass ich irgendwie in sozialen Überprüfungen der Lieferkette habe und und und haben wir uns zum Beispiel dafür entschieden so als Hauptthema.
00:37:15: es geht immer darum tu gutes Sprich drüber.
00:37:18: Haben wir dann auch gesagt naja es gibt natürlich auch immer den Wunsch zu sagen Jetzt hätte ich gern doch mein Logo drauf.
00:37:23: Ich hatte gerne eine individuelle Lösung, weil ich möchte meine Kunden natürlich auch mitnehmen auf diese Reise.
00:37:28: und dann haben wir als Wildplastik entschieden gut die einmaligen Klischeekosten also das was ich brauche damit es dann auch so bedruckt wird wie ich es habe.
00:37:35: Die legen wir noch mal dazu.
00:37:37: das heißt ist ein externe Vorteil für die Partner wo er sagen hey gemeinsam glauben wir daran dass das gut werden kann wenn da möglichst viele mitmachen
00:37:46: Ja, und ihr seid quasi zentral reguliert bei der Sport.
00:37:49: Das heißt die Handelspartnerinnen können über den zentralen Einkauf die Poliwechs bestellen richtig?
00:37:56: Genau also im Kern möglichst einfach.
00:37:58: das heißt entweder dass man kann auch bei uns ganz normal über den über den Shop kommen.
00:38:04: Also das haben wir versucht eben möglichst am Bestandsprozess zu lassen so dass wir da auch für auch da wieder Convenience Gedanke es für alle möglichst Einfach halten, das heißt es gibt da jetzt irgendwie keine Sonderlocken für Zahlung und uns.
00:38:17: Das läuft seinen gewohnten Gang.
00:38:20: Trotzdem kann man auch gerne bei uns auf die Website gucken.
00:38:22: Auch da haben wir eine Logik hinterlegt, dass dann erkannt wird bin ich den Teil der Spots bei tausend und dann eben auch entsprechend diese Kondition gelten.
00:38:33: Notfall kann man natürlich immer mit uns darüber reden weil es gibt eben auch so viele Fragen noch rundum regulatorisch et cetera Und da stehen wir natürlich dann auch gerne zur Verfügung, aber genau das ist im Kern das Schöne.
00:38:45: Dass wir uns gemeinsam darauf einigen konnten und damit ja auch sehr dankbar dass wir so diesen Zugang bekommen um zu sagen diese Lösung weil Plastik funktioniert eben auch für alle möglichst einfach oder den möglichst gewohnten Weg.
00:38:59: Aber jetzt mal zum Verständnis, also jemand bestellt Pollybacks bei euch und Handelspartner.
00:39:05: Sollte dann die Sachen, die er bekommen hat umpacken quasi von der Marke bekommen?
00:39:11: Ja solche Fragen kommen ja dann.
00:39:13: oder beziehungsweise was für Pollybags können eine Handels-Partnerin bei euch erwerben individuell bedrucken lassen?
00:39:20: Was sind die Vorteile?
00:39:22: Was bringt ihr mit?
00:39:23: Genau, also erstmal noch mal kurz ausgeholt.
00:39:26: Was tun wir genau?
00:39:28: Wir gehen in Ländern wo aktuell dieser Kunststoff unkontrolliert in die Umwelt gelangt.
00:39:32: das heißt wir versuchen natürlich schon auf dem Weg dahin zu stoppen.
00:39:34: Das heißt die Idee ist ja, dass wir Partnern arbeiten die das einsammeln am besten an der Haustür.
00:39:39: das ist so die Wunschvorstellung.
00:39:42: da gibt es am meisten Abstufungen dazwischen Wo wir halt sagen okay wir sammeln und sortieren wirklich diese Kunststoff Abfälle so in die Form, dass wir daraus einen Granulat machen.
00:39:53: In Indio und Indonesien sind auch soweit das wir das Granulata herbekommen dann fährt es im Containerschiff meist nach Antwerpen oder Hamburg Und dann geht's eben hier in die Produktionen.
00:40:02: Dann kann ich bei uns hier ab Lager Klassisch wie immer jede andere Versandtasche ja auch hergestellt wird versandt Taschen und Polyboite bestellen Und die dann auch so benutzen wie ich gerne möchte.
00:40:14: aber klar ist auch natürlich umpacken macht.
00:40:16: Es gibt manchmal das Thema, wenn noch mal nachveredelt wird und dann werden die Polibags aus gepackt.
00:40:21: Und zum Beispiel ist es ein super Beispiel.
00:40:24: Wenn der Polibeck danach nicht weiter benutzt werden kann, dann ist das eine gute Alternative.
00:40:30: oder aber ich kann halt auch auf die Marken zugehen weil das ja eigentlich der nächste Schritt war gerade wieder bei einem großen Händler, da standen relativ viele Sportschuh im Regal.
00:40:41: Naja und das steht ganz viel irgendwie Pnom Pen, Ho Chi Minh etc.
00:40:46: drauf und ich spreche gerade mit Partnern vor Ort, dass wir da auch Polybergs herstellen also im besten Fall kriegen was dann irgendwann alles hin.
00:40:52: und da gilt wie das gleiche Prinzip was ich schon ein paar mal jetzt gesagt habe lass uns anfangen.
00:40:57: Also ich kann ja erst mal anfangen mit Rituren zu verpacken oder auch meine Sendung als Versandtaschen.
00:41:01: In der Regel kriege ich ja große Kartons, die muss ich trotzdem noch auf einzelnen Info filmen und dann per Versandtag beispielsweise rausschicken oder nochmal eben nachverpackten.
00:41:08: und das heißt damit kann ich ja mal möglichst einfach starten morgen und mir einfach mal ein Karton bestellen, dass ausprobieren.
00:41:16: Und dann aber langfristig auch wenn das überzeugt und wenn ich das spannend finde, dann sind wir auch dabei.
00:41:21: Wir sprechen auch schon mit größeren Marken.
00:41:23: auch mal zu überlegen Kann ich nicht eigentlich auch das gleiche.
00:41:26: Wir haben da auch eine tolle Partner, die uns dann auch in den Ländern unterstützen, das bereitzustellen?
00:41:30: Kann ich mich auch meiner Produktionsstätte da was Gutes tun?
00:41:36: oder als kleinerer Händler sage ich mal wenn ich jetzt bei Marken beziehe, dir aber auch mal auf den auf den Trichter bringen zu sagen muss es eigentlich immer ein ja ne Neuplastik Polyback sein, den ich hier bekomme.
00:41:48: Weil damit muss ich mich auch wieder auseinandersetzen.
00:41:50: Da hab' ich viel Abfall, da muss ich mir überlegen was mache ich eigentlich damit?
00:41:53: darf ich das noch?
00:41:54: Was darf ich dann wie wann wo und da sind wir immer der Meinung am Ende wird's heute schon günstiger irgendwann.
00:42:01: da sind jetzt ne seit drei vier Wochen sind wir auch günstig als Neuplastik das erste mal.
00:42:06: das war immer die lange Wette die ist jetzt eingetreten Und da sind ja noch lang nicht am ende.
00:42:11: also auch diese Überlegung von lass uns doch jetzt schon drauf setzen und es anzufangen Kann sicherlich nicht schaden.
00:42:18: Wie so ein Natura auch mittlerweile gleich teuer ist wie vergleichbare andere Produkte im Supermarkt, ne?
00:42:26: Ja es
00:42:26: ist eine ganz lustige Anekdote weil wir haben auf der Kunststofftage letzte Woche sagt auch jemand so ja wer hätte den Ahnen können das neue Kunststoffpreise in unserem Segment mal bei drei Euro liegen?
00:42:37: Und dann habe ich mir mal, ich hatte mehr in der Vorbereitung meines Vortrags auch meine Linie seit meinem Geburtstjahr.
00:42:41: Ninzehnmal vierneinzig bis heute gezogen.
00:42:43: Da war er bei fünfzig Cent und das ist eine ganz logische lineare Linie.
00:42:47: also Ich hätte jetzt vielleicht auf zwanzig achtundzwanzig gewetzt und nicht auf zweinte sechsten Zwanzig.
00:42:52: Aber dass das irgendwann kommt War immer logisch aus meiner Sicht und ist immer logischer gewesen.
00:42:58: und ich finde das ist halt das spannende Das wir rennen immer so wie das kann ich oder es kann nicht auf der schlange sitzen werden.
00:43:04: vor der Schlange sitzen wir da so oder wir rennens auf diese Wand zu bei vielen Themen und sagen ja uns dann wenn es dann irgendwie schwierig wird.
00:43:10: das hätte ja keiner sehen können.
00:43:12: aber auch dass wir Können das.
00:43:14: seit zehn zwanzig dreißig jahren wissen wir, dass es kommt.
00:43:16: natürlich muss man nicht auf drei Jahre genau sein Wenn wir vor allen Dingen vor zwanzigeren geguckt haben.
00:43:20: Aber das der punkt kommt ist super klar Und ich glaube jetzt geht jetzt darum zu sagen Ich muss hier eben morgen nicht alles machen und wenn mir das an meiner Stelle noch zu komplex ist Dann fangen wir irgendwo an.
00:43:31: aber ich glaube Jetzt anfangen ist allerhöchste Eisenbahn weil Jetzt kommt auch eben regulatorisch alles dazu, also loslegen lohnt sich.
00:43:39: Du sagst es, allerhöchste Eisenbahn.
00:43:41: Kommen wir mal auf die Regulatorik zu sprechen?
00:43:43: Emco habe ich kurz eingeworfen und haben wir an dieser Stelle auch eine Folge zugemacht.
00:43:47: Wir versuchen hier auch immer zu sortieren an dieser stelle Und Informationen zu geben.
00:43:52: Es ist einfach sehr sehr umfassend!
00:43:54: Wir können das immer nur anschneiden.
00:43:55: Emco ganz kurz beinhaltet halt die Nachhaltigkeitskommunikation.
00:43:59: was darf überhaupt noch draufgeschrieben werden?
00:44:02: Kommen mit dir gleich aber auch nochmal darauf Ppwr steht an also wieder ein neues Kurzwort und der digitale Produktpass.
00:44:10: All dies hat zeitlich eine hohe Relevanz.
00:44:14: tatsächlich, das wird leider oft vergessen es ist so in der Branche kann man hören so ein bisschen.
00:44:19: ich würde es nicht Panik nennen aber es ist ein großes Aufwachen passiert und das betrifft den Hadel-undiindustrie.
00:44:25: überraschend fand ich dann dieser Stelle dass sowohl Industriepartner als auch HandelspartnerInnen teilweise nicht darüber Bescheid wissen dass es kommt.
00:44:36: Wie sind die zeitlichen Regularien bei PPWR, was euch hauptsächlich betrifft und was ist PPWr?
00:44:46: Genau.
00:44:46: Also PPW r Packaging Packaging Waste Regulation ums mal auszusprechen.
00:44:50: also geht genau eben um Verpackung und Verpackungsabfälle.
00:44:54: Und wie immer Ist der Grundgedanke glaube ich da absolut richtig nämlich ihm zu sagen wir müssen uns mit dem Thema verpackungs abfällen in der EU auseinandersetzen und schauen das dafür gute Regeln finden.
00:45:08: Und genau das weiß die ersten schon nicht wissen ist, es ist schon in Kraft aber jetzt haben alle Angst vor dem zwölften August weil dann beginnen die Strafen.
00:45:17: Das heißt wichtig glaube ich erstmal zu sagen Ich müsste heute eigentlich schon bisher waren wir nur im Jahr Übergangsfrist indem es eben noch keine konkreten Sanktionen gab.
00:45:26: dass beginnt jetzt und damit beginnt auch bei den meisten das aufwachen weil jetzt auf einmal ist natürlich Richtung Geldbeutel geht
00:45:34: was Was muss denn passieren?
00:45:37: Ja also erst mal wir beginnen jetzt ja damit, dass wir beispielsweise Konformitätserklärungen einführen.
00:45:44: Das heißt ähnlich wie ich das vielleicht schon von Elektronik kenne oder teilweise meine im Bereich Textile auch und da bin ich jetzt aber in den Branchen nicht so unterwegs.
00:45:53: Also vor allem klassisch kennt man es glaube ich aus der Elektronika so ein Produktpass, der irgendwie bestimmte Eigenschaften des Produktes wieder gibt.
00:46:00: soll es das eben auch für die Verpackung geben, auch um jetzt in Zukunft gesteckte Ziele für Rezyklateinsätze.
00:46:08: Beginnt bei thirty-fünf Prozent geht dann irgendwann weiter hoch schrittweise wobei und ist das Kernthema eigentlich bei dem ganzen Thema PPWRs?
00:46:18: Das ist noch alles sehr verklausuliert weil sich das auch noch so entwickelt.
00:46:21: also ich muss auch immer sagen wir haben natürlich bei uns auch dann Die ersten die vorpreschen immer sagen ppwr conform Und es gibt ganz viele Sachen, wo ich heute noch gar nicht weiß.
00:46:31: Was also Beispiel ist dürfen noch Rezyklate importiert werden?
00:46:35: Ja wenn sie europäischen Standards entsprechen beispielsweise das ist ja für uns überlebenswichtig zu wissen was heißt denn das?
00:46:41: weil Wenn ich irgendwann nichts mehr importieren darf dann haben wir in unserem ganzen Geschäftsmodell ein Problem.
00:46:47: nur Fakt ist da steht jetzt ein Gesetzestext ja ist erlaubt wenn es nach europäischen Standards ist was bis Ende des Jahres entschieden werden soll.
00:46:54: aber erst heißt wie weiss ich dass danach?
00:46:57: Wie ist denn das konkret zu dokumentieren?
00:46:59: Das heißt auch, ich weiß noch nicht was ich zwanzig dreißig jetzt genau erfüllen muss.
00:47:03: Aber ich habe halt jetzt diese Übergangsfrist um uns da wieder hinzuentwickeln und ich glaube dass es eben der Spannende bei uns ist zum Beispiel so wir haben uns mit dem Thema Konfunitätserklärung erstmal auseinander gesetzt.
00:47:13: Das sind Themen die wir eh schon erfüllt haben auch in den letzten Jahren.
00:47:16: Jetzt kommt nächstes Jahr dann das Thema digitaler Produktpass dazu.
00:47:19: Das heißt, da muss ich auch Herstellerangaben kenntlich machen auf der Verpackung Und das ist das Schöne für uns immer.
00:47:26: Natürlich haben wir jetzt auch was zu tun und natürlich gab es bei uns auch im Team ein kurzes Aufhörchen, vor allen Dingen wenn wir mit so gefährlichem Halbwissen konfrontiert werden.
00:47:36: Aber das Schöne ist... Das meiste haben wir schon längst gemacht, das meiste machen die meisten anderen auch schon und es geht in der Anführungszeichen erstmal darum, die Dokumente dazu zu haben, die das noch mal nachweisen.
00:47:49: Und Beispiel digitaler Produktpass um aus nächster Jahr vorzugreifen Seitdem es Wildplastik gibt und in den letzten drei Jahren sogar als Standard haben wir auf eigentlich allen Verpackungen.
00:47:58: Es sei denn ein Kunde hat sich explizit dagegen entschieden, immer schon QR-Code gehabt mit einer Chargennummer wo ich sehen könnte aus welchem Land kommt das?
00:48:05: Wo wird's recycelt?
00:48:06: Wo wurde es produziert?
00:48:07: wie viel Prozent Wild Plastik ist jetzt tatsächlich drin?
00:48:09: Welche anderen Stoffe sind drinnen?
00:48:11: was ist Bezug auf unsere systemische Lebenszyklusanalyse der CO² Vorteil gegenüber einen generischen Polybag beispielsweise aus Neuware?
00:48:21: Und wie sind die Arbeitsbedingungen?
00:48:22: Das haben wir alle schon da.
00:48:25: Jetzt muss ich nächstes Jahr noch draufschreiben, unter welche Adresse wurde es produziert.
00:48:30: Ich habe einen dynamischen QR-Code, das ist in fünf Minuten gelöst und ich glaube, dass ist das Wichtige.
00:48:36: Da wird sich jetzt immer wieder viel tun und da ist immer eine gewisse Unsicherheit im Raum weil's eben so dynamisch ist.
00:48:40: Weils immer wieder diese neuen Deadlines gibt zu dem immer wieder was Neues in Kraft treten.
00:48:45: Die Konformitätserklärung treten in Kraft dann gibt es bestimmte Nachweispflichten, die in Kraft.
00:48:49: Dann gibt es den digitalen Produktpass, der in Kraft tritt.
00:48:51: Dann gibt's die Recycling-Anteile, die in Kraft treten.
00:48:54: Das heißt das wird jetzt über den nächsten, ich glaube bis zum Jahr zwanzig viertzig ist, glaube ich, aktuell die letzte Deadline, die ich im Kopf habe.
00:49:00: Also das wird uns jetzt munter immer wieder beschäftigen und für uns ist das aber insofern schön weil wir vieles davon schon gemacht haben beispielsweise für uns als Wild Plastik.
00:49:10: Das heisst wir können natürlich auch unseren Partnern schnell helfen und sagen wie möchtest du umsetzen A oder B?
00:49:16: Beispielsweise mal bei der Versandtasche beim Polybag geblieben digitalen Produktpass.
00:49:20: Ich kann die Adresse des Herstellers immer drauf drucken oder aber und so haben wir es gelöst, ich kann auch ein QR-Code drauf gucken da drücken dann kann ich noch ganz viele andere Informationen hinterlegen.
00:49:28: Da kann ich auch nochmal meinen Kunden diese Konfirmitätserklärung zugänglich machen.
00:49:33: Wir haben auch schon Partner gehabt.
00:49:34: der hat darüber einen Gewinnspiel gemacht und Trikots Verlust Die ersten Tausend Scans irgendwie gibt's einen Trikot zu gewinnen oder wie auch immer um die Leute auch mal spielerisch mitzunehmen.
00:49:43: Und von bis Haben wir das schon vieles umgesetzt und ich glaube dass ist das schöne auch wenn jetzt viele sich erst auf den Weg machen.
00:49:50: Es gibt eben uns hier draußen und natürlich auch noch viele andere, die sich jetzt schon sehr lange damit beschäftigt haben wo ich halt sagen kann gut am Ende ist es glaube ich wichtig dass sich jeder damit beschäftigen weil im Kern zum Beispiel die Händler sind nachher die dies auch in Verkehr bringen.
00:50:06: Die müssen trotzdem ihr müsst trotzdem irgendwie wissen haben wie's funktioniert.
00:50:11: aber wir können euch natürlich auch ähnlich wieder da dem Gedanken Convenience Konfinitätserklärung, alles schon mal als Einbündel bereitstellen.
00:50:19: Wir können sogar die Infos online hosten und ihr könnt über den QR-Code darauf referenzieren und damit wird es halt ein ganzes Stückchen leichter als jetzt nicht komplett bei Null selber eins zu arbeiten.
00:50:30: Ja, das ist ja auch wichtig.
00:50:31: an der Stelle kann man ja nicht oft genug sagen die Hände sind verantwortlich dafür dass sie diese Informationen zumindest vorliegen haben.
00:50:38: hier ist die partnerschaftliche Zusammenarbeit natürlich mit der Industrie auch ganz ganz wichtig.
00:50:44: ganz klar was habt ihr denn für Erfahrungen gesammelt?
00:50:48: also wie funktioniert das ganze?
00:50:49: funktioniert das gut?
00:50:52: wo gibt es noch Herausforderung von eurer Seite?
00:50:58: auch da wieder mein größtes Problem, was ich so mit der ganzen Regulatorik habe.
00:51:02: Grundsätzlich glaube ich das sich in Europa diese Idee durchgesetzt hat dass wir mangelnde Wettbewerbsfähigkeit mit Regulatorien begämpft also irgendwie bekämpfen können.
00:51:11: Also ich hab in San Francisco gelebt als das Thema Datenschutzaufgaben, die ganze Regulatorieck darum und das war natürlich GDPR war damals das Thema auch in San.
00:51:24: Aber wenn ich jetzt rückblicklich bin selber engagiert im Verein, dann hat die auch die Regulatorik nicht wirklich dazu geführt dass irgendwie Google und Meta und andere Daten ganz anders verarbeiten.
00:51:35: Und das wird gebrochen haben weil wir haben nach wie vor Monopol und sind abhängig.
00:51:39: aber wozu es gefürtet ist, dass ich, wenn ich im Sportverein oder irgendwo hier mal mehr helfe, mir jetzt achtzehnmal überlege was ich da ins Impressum schreibe
00:51:46: usw.,
00:51:46: weil ich damit völlig überfordert bin.
00:51:49: Ich habe so ein bisschen die Sorge bei PPW aktuell in die gleiche Richtung laufen Ausnahme-Regelung um Ausnahmeregelungen.
00:51:57: Und damit wird es dann wieder komplizierter und wir erreichen eben wieder ein bisschen eher das Gegenteil jetzt in der kurzfristigen Wirkung von dem, wo wir eigentlich hinwollen nämlich dass ja wir uns an die Großen nicht so richtig rantauen, wo vielleicht auch alles nicht ganz so sauber läuft, dass auch alle Beteiligten wissen aber ja da gibt's Arbeitsplätze machen wir doch ein bisschen weniger und diejenigen, die eben ein bisschen kleiner sind müssen jetzt dann aber doppelt und dreifach gucken weil sie eben auf einmal führt jede Art von Verpackung diese Nachweise vorlegen müssen.
00:52:27: Und ja, deswegen bin ich so ein bisschen zweigeteilter Meinung weil es auch eben für uns jetzt als kleines Team eigentlich die Herausforderungen beinhaltet nicht dass wir nicht die Sachen und das gilt für MCo genauso also in der Umweltkommunikation.
00:52:42: Wir haben noch nie klimaneutraler so drauf geschrieben.
00:52:45: da gab's andere.
00:52:46: Ich habe mal ein Sofa in einem Karton bekommen, da stand klimaneutral drauf.
00:52:49: Das habe ich mir auch gefragt ob ganz die Caragoa wieder aufgeforstet wurde für diesen Karton.
00:52:55: Also ich glaube es gab immer schon diejenigen die irgendwie ja das etwas sportlicher angegangen sind und diejenigen dies etwas ehrlicher versucht haben Und ich weiß nicht ob wir das an der stelle ganz aufgelöst bekommen.
00:53:07: trotzdem ist die Idee und die richtung die wir gehen die richtige.
00:53:10: aber ich hab noch ein bisschen problem damit dass wir eigentlich jetzt Das Einzige, was wir tun ist.
00:53:15: Wir müssen es in einer ganz bestimmten Form und Art und Weise aufschreiben.
00:53:18: aber erst mal heißt Konformitätserklärung auch nur dass jemand unterschreibt Es ist konform so.
00:53:24: Aber wenn und das haben wir auch unsere Recherche natürlich Wenn wir um die Welt fahren es gibt genug Partner draußen Die einfach alles unterschreiben wenn ich sage Ich kaufe jetzt da containerweise etwas ab dann kriege ja eine Unterschrift.
00:53:36: das ist gar kein Problem.
00:53:38: Das gilt für Europa genauso wie für andere Länder.
00:53:39: also das ist jetzt gar kein Thema von Regionalität.
00:53:43: Und wir gehen halt den, haben uns bewusst für etwas schwieriger im Weg entschieden nämlich zu sagen wir wollen auch wissen.
00:53:49: Wir wollen auch nachweise, wir haben auch externe Partner, die das zertifizieren.
00:53:52: zum Beispiel unser indischer Partner wird dann auch WFTO ist ein WF TO-Member also nach Fairtrade-Standards sogar weil wir eben sagen ne das muss... wir wollen schon die extra Meile gehen und wir wollen es ehrlich und authentisch machen.
00:54:04: aber das führt natürlich dazu dass wir auch viel mehr Papier schwarz machen müssen und bisschen malen müssen für Sachen, die sich danach wahrscheinlich nie wieder jemand angucken.
00:54:13: Wolltest du dir empfehlen, dass man wartet noch?
00:54:15: Weil das ist ja auch eine Haltung.
00:54:16: Die gerade kursiert ... Naja, warten wir da erst mal ab, ob das wirklich so umgesetzt wird.
00:54:22: Also prokrastinierend an der Stelle oder lieber ran an das Ganze.
00:54:27: Ja ich finde so dieses... also auf der einen Seite erstmal vorweg geschickt.
00:54:31: Ich bin auch kein Fan von Aktionismus.
00:54:33: Also ich glaube es gibt jetzt auch manche die uns seitenlange Erklärungen geschickt haben wo wir sagen Beispiel wir kriegen auch Anfragen, dass wir Komformitätserklärung für unser Granulat liefern.
00:54:44: Wo ich sage die sind aber gar nicht rechtlich definiert.
00:54:46: also Komformität Erklärung muss nur der ausstellen Der auch eine Verpackung herstellt.
00:54:50: das heißt wenn ich granulat Liefer muss sich das nicht.
00:54:52: ja Ich muss euch nachweise geben.
00:54:54: Dass das passt und wir können uns darüber gerne drüber unterhalten.
00:54:56: Aber wir haben auch Partner schon gehabt.
00:54:57: wie gesagt haben Wir können bei Plastik nicht mehr nutzen ist ja ein Ist ja Nachhaltigkeitsiegel.
00:55:01: wo ich sage Moment weil Pläste ist ein Unternehmen mit einer Marke Das ist meine Marke man darf Marken weiter benutzen.
00:55:08: So, das wird morgen nicht vom Tisch sein.
00:55:12: Weil es heißt ja nicht Climate Plastic oder Green Plastic sondern... Es ist erstmal eine abstrakte Marke und da gibt's eben auch ganz viel.
00:55:22: dann in die Richtung.
00:55:23: Und wo ich sage Ja, das muss auch nicht sein weil da machen wir uns alle mehr Arbeit und mehr Gedanken und mehr Kopf.
00:55:31: Beim Aussitzen sehe ich halt die Problematik dass wir uns auch da wieder wenn man jetzt mal einmal rauszoomt uns wieder gemeinsam viele Möglichkeiten verbauen, weil wir haben jetzt in jedem Zukunftsfeld unser erstes Thema Elektromobilität.
00:55:45: Haben wir Dinge ausgesessen bis es dann in anderen Ländern besser funktioniert hat.
00:55:49: und das sehe ich eben beim Thema Kunststoff Recycling genauso.
00:55:52: also man muss nicht glauben dass wenn wir in Indien, wenn wir im Indonesien oder in Thailand sind, dass da irgendwie Leute gar nichts tun sondern die Dynamik ist eine ganz andere und wir haben halt jetzt die Chance zu überlegen wollen wir dabei sein?
00:56:03: Oder wollen wir uns in fünf Jahren irgendwo hinten anstellen, wenn's nicht mehr nur durch die Regulatorik gedrückt ist?
00:56:08: und das haben wir jetzt.
00:56:09: also ich weiß nicht wie oft wird diese leeren erfahrung gemacht haben dass wir immer wieder gesagt haben.
00:56:14: Erneuerbare Elektromobilität Wärmepumpen, dass es immer die fraktion gab die sagt nee lieber bremsen lieber warten lieber erst mal gucken.
00:56:21: und dann haben sie anderen gemacht und jetzt braucht's keine regulatorik mehr weil sie tun.
00:56:24: und wir stehen gerade genau an dem gleichen punkt.
00:56:26: jetzt können wir uns überlegen warum was jetzt mal richtig machen wollen wir es jetzt gemeinsam gestalten?
00:56:30: noch einmal das muss ja nicht morgen alles und immer sein sollen kommen wir gehen jetzt mal los wir tun jetzt mal das was grade funktioniert Und setzen dann die nächsten.
00:56:38: wir haben bis zwanzig vierzig noch eine Menge Zeit und setzten.
00:56:41: Dann in der guten Geschwindigkeit, die niemand überfordert die nächste Module drauf halte ich für den wesentlich besseren Weg.
00:56:47: oder wir können es jetzt eben entscheiden nicht kommen den Zug lassen mal fahren dann macht das jemand anders und dann mache ich mich nachher im Zweifel abhängig wieder von anderen.
00:56:55: wie wir schon viele viele Male gemacht haben halt Ich für den schlechteren weg weil dann muss sich irgendwann auch da von Partnern mit einem weifelhaften recycling Zertifikat was nehmen.
00:57:07: Weil das ist ja genau das, was wir gerade versuchen zu sagen wenn wir jetzt Recycling Prozesse gerade auch in den Ländern neu mit aufbauen haben wir jetzt die Chance das System von Anfang an so zu bauen wie es aus unserer Sicht konstruktiver ist und auch eben genau Ökologie, Soziales und Ökonomie zusammenbringt.
00:57:26: oder Es gibt dann, wir überlassen das eben anderen das Feld.
00:57:30: Und dann schauen wir mal was da heraus kommt.
00:57:33: Lass uns mal in die Zukunft gucken In zehn Jahren.
00:57:40: Wie sieht's da aus, was meinst du?
00:57:42: Ja ich glaube das ist bis dahin noch mal pragmatischer geworden.
00:57:46: also ich hab jetzt schon gemerkt es ist pragmatisch geworden in den letzten Jahren weil es auch immer diesen Anspruch gab von hundert Prozent Recycling.
00:57:52: und dann haben wir irgendwann gemerkt eigentlich ist das nie wahr wenns drauf steht.
00:57:56: Also ich bin sofort skeptisch wenn irgendjemand ein hundert prozent Recycling immer darauf druckt weil spannend zumindestens.
00:58:05: Von daher glaube ich geht es vor allen Dingen dahin mehr zu machen möglich oder was machbar ist.
00:58:10: wir sehen das z.B auch wenn machen jetzt hauben für so paletten oder andere sachen die vielleicht ein bisschen technischer sind nicht an dem kunden funktionieren.
00:58:18: wo ich also, noch dünnere margen habe ja aber dann fange ich vielleicht mal mit fünf und dreißig prozent rezyklats einsatz da an ist ja auch schon mal ein Schritt.
00:58:27: Von daher, glaube ich A, wird es viel mehr darin gehen, dass Rezyklateinsatz viel pragmatischer gesehen wird und auch die Neukunststoffanteile durchaus geduldet werden.
00:58:36: also wir wegkommen von diesem Idealbild das muss morgen alles super sein sondern ich glaube auch, dass es vielmehr Standard sein wird an vielen Stellen.
00:58:46: Ich glaube aber auch, sich das Thema Recycling extrem eben auch da nach Südostasien verlagern wird oder auch Indien als Player finde ich grundsätzlich spannend weil eben einfach die Menge und die Dynamik in den Ländernehmer da unterwegs sind, eine ganz andere ist.
00:59:02: Das heißt spannend wird glaube ich auch sein so dieses Thema im Rahmen von globalen Lieferketten sich anzugucken, wie schaffen wir es eigentlich?
00:59:10: Auch unsere Anforderungen an Verpackung, die ich dann an Kennzeichnungen habe, weil das wird ja das nächste Spannende sein, kriege ich jetzt auch die richtig gekennzeichneten Verpackungen irgendwann für meine primär war?
00:59:21: oder muss ich dann auch einmal anfangen die umzupacken weil mein Lieferant mir einfach ein blanko polyberg schickt.
00:59:26: Den ich denn gar nicht mehr so in markt bringen darf?
00:59:28: das heißt dass dir alles zu fragen wo?
00:59:29: ich glaube werden wir in den nächsten zehn jahren wieder vielmehr über den tellerrand hinaus blicken müssen, um eben in so partnerschaften zu denken.
00:59:36: das heißt ich glaube wir sehen eine größere Vielfalt an recycling arten ganz unterschiedlichen bereichen.
00:59:43: wir sehen aber auch einen gewissen pragmatismus so gerade in so standardanwendungen Und ich glaube es wird noch mal ein Stück weit internationaler werden das Thema ob wir wollen oder nicht.
00:59:54: Tim, danke dir!
00:59:56: Danke dir
00:59:57: Ja, also super viel gelernt über das was Polybex betrifft.
01:00:01: Auf jeden Fall schlauer geworden an dieser Stelle.
01:00:05: Plastik und Kunststoff auch noch mal sortiert quasi.
01:00:12: Danke dir danke euch fürs Zuhören.
01:00:15: liebe Zuhörer.
01:00:16: innen an dieser stelle bleibt dran und schaut euch Wildplastik mal an.
01:00:21: es wurde auch drüber gesprochen wie man in Kontakt treten kann.
01:00:24: solltet ihr dazu fragen haben Anregungen für diesen Podcast haben, dann könnt ihr uns natürlich anschreiben unter presseredsport.de.
01:00:32: Wir vermitteln auch an Tim und an Wildplastik sollten hier Fragen sein!
01:00:37: Ja nochmals vielen Dank fürs Zuhören.
01:00:39: die eine gute Woche Tim.
01:00:41: Danke gleichfalls ich freue mich drauf vor allen Dingen weil du gerade Kritik sagst.
01:00:44: Ich glaube das ist immer spannend.
01:00:45: Das ist ein wahnsinnig polarisierendes Thema.
01:00:47: von daher her damit Weil ich glaube immer daran die mit denen man sich positiv um das Thema auch streiten kann sind die die wir brauchen Wo Energie und wo Fragen und Skepsis ist, da ist noch Leben.
01:00:57: Und ich glaube das ist was Schöne!
01:00:59: Das kann ich an dieser Stelle nur unterstützen, konstruktiv miteinander diskutieren, bringt das Ganze nach vorne und zwar in allen Bereichen.
01:01:06: So macht's gut, ciao euer Reifkerkeling.
01:01:08: Ciao Tim.
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